Arbeitszeitaufzeichnung

Das Muss für jeden Arbeitgeber

In den Aufzeichnungen muss der Beginn und das Ende der Tagesarbeitszeit sowie die Ruhepausen vermerkt werden. Die Verpflichtung zur Aufzeichnung der Pausen kann durch Regelung mittels einer Betriebsvereinbarung oder durch eine Einzelvereinbarung entfallen. Es reicht jedoch nicht aus, auf den wöchentlichen oder Monatlichen Arbeitszeitplan zu verweisen, insbesondere dann nicht, wenn es davon Abweichungen gegeben hat.

 

Bei einer fixen Arbeitszeitaufteilung kann die Aufzeichnung ganz entfallen, nur die Abweichungen sind zu notieren. Einmal monatlich bzw. gegenüber dem Arbeitsinspektor ist zu bestätigen, dass es keine Abweichungen gegeben hat.

 

Das Gesetz gibt keine Auskunft darüber in welcher Form die Aufzeichnungen zu führen sind. Der Arbeitnehmer sollte jedoch mit seiner Unterschrift die Richtigkeit der Aufzeichnung monatlich betätigen. Dadurch kann sich der Betrieb von der unberechtigten Geltendmachung von Überstunden schützen. Arbeitszeitaufzeichnungen sind also nicht nur gesetzlich verpflichtend, sondern dienen auch dem Schutz vor ungerechtfertigten Forderungen. Formulare für die Arbeitszeitaufzeichnung stehen am Ende des Textes zum Download zur Verfügung.

 

Die Überprüfung der Aufzeichnungspflicht erfolgt durch das Arbeitsinspektorat. Diesem ist Einsicht  in die Aufzeichnungen zu geben. Zudem ist auch dem Arbeitnehmer jederzeit Einsicht zu gewähren.

 

HINWEIS: Das Arbeitsinspektorat hat angekündigt im Frühjahr 2016 verstärkt Arbeitszeitkontrollen in Gastronomie und Hotellerie durchzuführen.