Realistisches Handling und Praxisnähe gefordert

Sparte stellt sich gegen überzogene Bürokratie und fordert Ausnahmen bei der Evaluierung psychischer Belastungen nach dem Arbeitnehmerschutzgesetz.

Wie bekannt sieht das Arbeitnehmerschutzgesetz unter anderem die Verpflichtung zur Evaluierung von Arbeitsplätzen vor. Gastgeber müssen im Zuge der Evaluierung psychische Belastungen ermitteln. Eine dringende Forderung der Sparte Tourismus ist, diese für die Branche völlig praxisferne Vorschrift durch konkrete Ausnahmen zu entschärfen.

  

Saisonbetriebe ausnehmen

Die Sparte Tourismus fordert daher, dass zumindest in Saisonbetrieben Dienstverhältnisse unter sechs Monaten von dieser Regelung ausgenommen werden. Das Handling der Evaluierungen ist für Saisonbetriebe schwer bis gar nicht durchzuführen. Evaluierungen können nicht mitten in der Saison stattfinden, am Ende der Saison machen sie keinen Sinn mehr. Der Mitarbeiterwechsel bzw. die durch die Saison sehr eng gesetzten Zeiträume ergeben bei der Durchführung ohnedies keine relevanten bzw. brauchbaren Ergebnisse.

Die Forderung lautet: „Die psychische Arbeitsplatzevaluierung im Zuge der Arbeitssicherheit ist im Bereich der Saisonbetriebe (Ein- bzw, Zweisaisonen bei Dienstverhältnissen bis zu 6 Monaten) zu vernachlässigen.“

  

Jahresbetriebe bis zu 10 Mitarbeiter

Weiters fordert die Sparte Tourismus auch für Jahresbetriebe mit weniger als zehn Mitarbeitern Ausnahmen von der psychischen Arbeitsplatzevaluierung. Bei kleinen Betrieben sind Kontakte und Gesprächsmöglichkeiten zwischen Arbeitgeber und Bediensteten viel intensiver gegeben als in größeren Betrieben. Eine Ausnahme bei kleinen Betrieben soll daher erwirkt werden.

 

In diesem Zusammenhang wird sich Landesstatthalter Rüdisser im Beisein von Tourismusvertretern um ein Gespräch mit den Amtsleitern des Arbeitsinspektorats bemühen.